Donnerstag, 29. Juni 2017

Bluse / Nähen ohne Schnittmuster

Kleidung ohne Schnittmuster zu nähen konnte ich mir so gar nicht vorstellen. Deshalb habe ich das Buch von Steffi ziemlich direkt nach dessen Erscheinen gekauft, den es reizte mich das auszuprobieren. Zur Umsetzung bin ich allerdings erst jetzt gekommen.



Genäht habe ich das Grundmodell, ohne Ärmel, aus einem dünnen, flutschigen Viskosestoff den ich vor einer kleinen Ewigkeit in einem örtlichen Geschäft gekauft habe. 

Das schöne an dem Stoff und der Hauptgrund weshalb ich ihn damals kaufte, ist die Borde die eigentlich in Fadenlaufrichtung an der Seite mitlief. Ich habe die Bluse aber entgegen den Fadenlauf zugeschnitten und habe nun einen, wie ich finde, hübschen Saum..


 Ärgerlicherweise ist mir der Ausschnitt etwas groß und eckig geraden. Ich war mir doch sehr unsicher, wie weit ich da zeichnen muss und dachte noch "lieber zu weit, als mit dem Kopf nicht durchkommen". Dabei hätte ich im nachhinein immer noch vergrößern können, was ärgere ich mich über diesen Denkfehler. So habe ich eben nun eine sehr sommerliche und luftige Bluse. Blöd nur das das Top an der Seite immer rausspitzt und ohne ist die Bluse mir zu durchsichtig.



Vorne habe ich übrigens eine kleine Kellerfalte genäht, so sitzt die Bluse oben Körpernaher, während es am Bauch schön weit ist. Ich mag es da nämlich gar nicht anliegend...


Ich bin ganz begeistert und habe ein so gut sitzendes Ergebnis beim ersten Stück eigentlich noch gar nicht erwartet. Wenn ich den Ausschnitt noch verkleinere und eher rund hin bekomme, habe ich einen schnellen und einfach zu nähenden Sommerblusen Schnitt. Das motiviert mich weitere Modelle aus dem Buch auszuprobieren. 

Und hier noch ein Bild von der Bluse aus dem Alltag ;-)


Liebe Grüße

Maria

Schnitt:
Grundmodell aus dem Buch kleidung nähen ohne Schnittmuster

Stoff:
Viskose aus einem örtlichen Stoffgeschäft

verlinkt:
RUMS 

Dienstag, 13. Juni 2017

maritimes Drehkleid

Im Laufe der Zeit sammeln sich ganz schön viele Reste an Stoff an. Ich bin zwar bemüht nicht wirklich jedes Stück aufzuheben, sondern wirklich nur die, aus denen man noch etwas machen kann, aber dennoch sind davon schon einige Kisten vorhanden. 

Durch Zufall stieß ich auf Lottis Drehkleid und mir fielen da auch gleich die maritimen Stoffreste ein. 


Für den unteren Rockteil habe ich wirklich recht wild und ohne Prinzip gemixt. Lediglich jede vierte Rockbahn ist aus einem Stoff. 



Das Oberteil ist aus blau gestreiften Jersey den ich mit rot eingefasst habe. 


Ich mag das Kleid sehr, sehr gerne an unserer Maus. Es scheint bequem zu sein und gleichzeitig luftig. Zudem ist es auch für Nähanfänger super geeignet. Man muß übrigens nicht patchen, sondern kann den Rockteil auch aus einem Stoff zuschneiden, dann gehts auch noch schneller. Jedoch finde ich den wilden Mix besonders schön...


Ich habe in diesem Frühjahr ganz viele Kleider genäht und hoffe sie schaffen es alle in den Blog. Meine zwei kleinen Mädchen lieben nämlich Kleider und diese Zeit muß ich natürlich ausnutzen ;-)


Liebe Grüße 
Maria

Stoffe:
Reste aus Baumwolle und Jersey

Schnitt:
Lottis Drehkleid 

verlinkt bei:
dienstagsdinge
handmadeontuesday
made4girls
Kiddikram



Samstag, 10. Juni 2017

Kleid und Haube / LeinenSewAlong

Leinen trage ich sehr gerne und für den Sommer wollte ich mir einen einfachen A-Linie Rock aus Fischgrät Leinen machen. Irgendwas muß aber beim abzeichnen schief gegangen sein und so passte mein Rock nicht an die Passe und mir fiel keine rettende Idee ein.

Über Instagram wurde ich auf den Leinen Sew Along von Tillit und Unter meinem Dach aufmerksam. Da fiel mir der begonnene Rock wieder ein. Für irgendwas kleines würde der Stoff schon noch ausreichen, aber was?
Wie (viel zu) oft war hier Instagram sehr inspirierend. Bei ohJunge fand ich diese wunderschönen Sunbonnets  die sie auch auf ihrem Blog zeigt. Ob das meiner zweijährigen auch steht? Zumindest ausprobieren wollte ich es.


Als das Häubchen fertig war hatte ich immer noch die zwei Rockbahnen zur Verfügung und so nähte ich noch ein Kleidchen dazu. Ich habe wieder einmal den Retrooverall von Minikrea verwendet, ich finde den ja so vielseitig. Hier als Sommeroverall und für die kalte Jahreszeit habe ich hier eine gefütterte Version gezeigt. Nun fehlte das Kleidchen noch...



Die Taschen habe ich an die Seiten gesetzt und mit Paspel abgesetzt.


Paspeln sind gerade eine große Liebe von mir, die könnte ich wirklich überall verwenden. Deshalb gab es diese auch noch an der Passe, auch wenn das eine Fummelei war.



Und falls ihr jetzt denkt: "Was, hat sie die Nägel des Mädchen extra zum Kleid geschminkt?" Neeeeein! Niemals! Wenn man drei große Schwestern hat, dann wird man in dieser Hinsicht gut versorgt und die Farbe war absoluter Zufall...Achja, und das an ihrer Wange ist ein leicht verblichenes Kussmund-Tattoo, das ebenfalls die große Schwester fürsorglich mitten ins Gesicht gemacht hat. ;-) Ja, meine Kinder überraschen mich jeden Tag aufs neue, und nicht immer freue ich mich darüber ;-) Aber welche Eltern kennen das nicht.

Und wie langweilig und einsam wären wir ohne diese Rasselbande...




Ich wünsche euch ein schönes Wochenende
Liebe Grüße
Maria

Stoff:
Leinenfischgrät aus einem ansässigen Stoffladen

Schnitte:
Minikrea Retrooverall Nr. 20455
Sunbonnet von PurlSoho

verlinkt bei:
Kiddikram 
made4girls 

Donnerstag, 8. Juni 2017

Minigarderobe / Oberteil Webware

Zwei Monate schon versuche ich euch die Mamina, welche ich im Rahmen des Projekts "Ich nähe mir meine Minigarderobe" genäht habe, zu zeigen.
Fertig war sie pünktlich Mitte April. Aber dann war das Wetter schlecht, oder mein Mann (der fotografiert) beruflich auswärts, oder die Bluse in der Wäsche, oder eine kleine Bananen-Schokoladen-angelutschte Brötchen Hand hinterließ ihre Spuren. 

Heute ist es auch nicht sonnig, aber zumindest trocken und mein Mann hat Zeit die Tunika abzulichten.



Genäht habe ich die Mamina ohne große Veränderungen, bis auf das Verlängern der Ärmel, das ist aber eine Standartanpassung bei jedem Schnitt. Hier hätten es ruhig nochmals 3 cm mehr sein können. 


Der Stoff ist ein double Gauze, wo ich den gekauft habe und von wem der produziert wurde weiß ich leider nicht mehr. Für die Tunika ist er ideal, schön leicht und luftig.
Zufällig hatte ich eine farblich exakt passende Paspel im Fundus. Erst habe ich überlegt ob ich diese auch am Rücken mit einsetzen soll, habe mich aber dann dagegen entschieden.





Ich bin sehr froh das die Tunika auf Anhieb passt und ich mich darin sehr, sehr wohl fühle, die zwei darauf folgenden Stücke sind leider nichts geworden. Manchmal finde ich einen Schnitt an anderen so toll, aber fertig genäht sieht er an mir einfach blöd aus. Das frustriert mich gerade etwas. Ich muß wohl nochmal in mich gehen und herausfinden welche Schnitte es sind in denen ich mich wohl fühle und warum. So kann ich solche Frustnäherei vermeiden.

Heute habe ich frei, mein Mann geht mit den Kindern in einen Indoorspielplatz und ich gehe mit meiner Freundin in die Stadt. Meine Nähmaschine bringe ich zur Wartung in ein Geschäft. Vor kurzem entdeckte ich nämlich mitten in Bamberg ein so tolles Fachgeschäft das Berninas führt und wartet. So bleibt mir das lästige Einschicken erspart. Und dieser Laden ist bis zur Decke voll mit Stoffen, Knöpfen, Bändern, Inspirationen....ich bin also dann mal weg. ;-)

Macht euch auch einen schönen Tag
Liebe Grüße
Maria



Stoff:
Double Gauze aus meinem Vorrat

Schnitt:
MAmina von Kibadoo

Verlinkt:
Rums
bruellaeffchen