Donnerstag, 19. Januar 2017

Minigarderobe 2017 / Rock

Das erste Teil meiner Minigarderobe  ist fertig. Der Rock Charlie aus der LaMaisonVictor 3/2016.



Der Stoff, welcher eine Baumwoll Leinenmischung ist, lies sich super verarbeiten, auch bei den Paspeltaschen. Hier habe ich Miriams Tipp befolgt und habe ordentlich verstärkt.
Bei der Tasche gab es trotzdem Chaos. Irgendwie wollten die beiden Taschenteile nach dem annähen der Paspel nicht aufeinander passen. Offensichtlich ist im Schnittmuster eine Markierung am Taschenfutter falsch und es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, das hier der Fehler liegt und nicht bei mir. Ich musste daher die eine Paspel wieder auftrennen und als ich den Schnitt im Stoff sah, dachte ich schon das ich den Rock nun streichen kann. 
Ging aber doch noch gut aus, allerdings mit sehr viel Selbstbeherrschung und Geduld, denn eigentlich hätte ich in dem Moment den Rock lieber an die Wand geklatscht. ;-)




Auf den Bildern nicht sichtbar (zum Glück) ist das Futter, das ich zugefügt habe. Da ich den Rock für Herbst, Winter genäht habe finde ich ein Futter unerlässlich. Ich hasse es nämlich wenn ein Rock an Strumpfhosen kleben bleibt. 
Am Bund innen ist einen Beleg, für das Futter habe ich diese Höhe vom Schnittmuster oben abgeschnitten, außerdem die Faltenbreite an der vorderen Mitte eingeknickt. Das Futter habe ich dann einfach am Beleg festgesteppt. 

Gesäumt wurde mit Blindstich. Wohl habe ich einen Blindstichfuß, aber ich kam damit nicht klar und so habe ich von Hand gearbeitet.


Ursprünglich wird ein nahtverdeckter Reißverschluss eingenäht, doch ich habe es einfach nicht sauber genug geschafft. Ich besitze keinen speziellen Nähfuß und schlussendlich habe ich einen ganz normalen Zipper eingenäht. Besser gut sichtbar, als schlecht unsichtbar eingenäht, oder?

Als nächstes werde ich einen Jacke nähen, genau genommen einen Strickmantel zum Überwerfen. Ursprünglich wollte ich diesen verwenden. Letzte Woche flatterte die neue LaMaisonVictor ins Haus und darin ein Strickmantelschnitt der mir sofort zusagte. Daher hier eine Änderung des Schnittes.


Der Blockstreifenstrick ist in genügender Menge vorhanden, das ist bei meiner Größe gar nicht so einfach. Außerdem bestelle oder kaufe ich hin und wieder ohne konkreten Plan was daraus werden soll und dann ärgere ich mich wenns nicht reicht. 
Wie ich die Streifen schön aufeinanderbekomme wird wohl dieses Mal die größte Herausforderung sein. Da finde ich Blockstreifen ja "problematischer" als feine Streifen. 

Liebe Grüße
Maria

Schnitt
Rock Charlie LaMaisonVictor 3/2016

Stoff:
Leinen-Baumwolle vom Stoffbüro

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Dienstag, 17. Januar 2017

Winterstrick

Bereits in der Woche vor den Weihnachtsferien überollte uns eine Krankheitswelle. Leider war es nach dieser Woche nicht vorbei, nein, auch in den kompletten Ferien waren wir krank. Alle Kinder hatten mindestens einmal Fieber, ausgelöst durch Bronchitis, Mittelohrentzündung und Magen-Darm.
Das einzig gute an dieser wirklich anstrengenden Zeit war, das ich ausgiebig stricken konnte.

Bereits bei dem Strickjäckchen für unsere kleine, habe ich mich am farbigen Muster stricken versucht. 
Für unsere Herzmaus wollte ich einen typischen Norwegerpullover stricken, mit Rundpasse und ganz warmer Wolle. Seit letzter Woche ist sie nun Kindergartenkind und schön warm sollte sie es haben, wenn sie mit den anderen Kindern die Entdeckertage in der Natur erlebt. Aufgrund ihrer Herzerkrankung ist unsere Tochter im Laufen und Bewegen nicht so belastbar wie altersgleiche Kinder und daher bei den aktuellen Temperaturen ganz schnell ausgekühlt.
Es war mir also eine wirkliche Herzenssache ihr etwas ganz warmes zu stricken.
 

Zuerst hatte ich eine Maschenprobe gemacht um mich mit der Wolle und dem Muster besser vertraut zu machen in Runden. Das ist eigentlich nicht sehr schwer, hier findet man eine gute Anleitung dazu.



Die Farben habe ich nochmal verändert, das gelb habe ich weggelassen, außerdem habe ich den Pullover mittelblau gestrickt, anstatt wie geplant dunkelblau. Ich denke das war die richtige Entscheidung.



Nur das grün kommt so gar nicht raus, da hätte ich einen kräftigeren Ton nehmen sollen. Beim nächsten mal dann ;-)



 Der kleine Stehkragen wird am Rücken mit verkürzten Reihen gestrickt, das geht viel einfacher als erwartet, nur den Faden beim drehen muss man wirklich gut stramm ziehen.


Vor den Ferien wurden noch zwei weitere Strickstücke fertig. Der Raglan- Streifen- Pullover für meinen Sohn ist leider noch etwas groß. Aber, laut seiner Aussage, ganz kuschelig weich und er freut sich schon wenn er nächstes Jahr dann richtig passt.



Unser kleinstes Mädchen bekam nochmal einen Milo, diesmal mit Herzen. Den anderen Zopf fand ich um Welten schöner, ich finde die Herzchen kommen nicht so gut herüber. Vielleicht liegt es aber auch an der Wolle ?!?



Einen letzten Winterpullover habe ich noch auf den Nadeln, dann starte ich mit der Frühjahrsjäckchenproduktion. Zumindest eine wird es geben, den diese und auch  meine Lieblingsjacke passen den Kindern noch (und auch noch länger;.)) Wirklich wichtigen Bedarf haben die Kinder daher nicht, aber das Stricken sein lassen will ich auch nicht.


Ich wünsche euch noch einen schönen Dienstag
Maria
Strickanleitungen:

Norwegerpullover Prairie fairy Jumper Drops
Pullunder Milo über Ravelry 
Streifenpullover aus dem Buch Stricken für Jungs und Mädels, gekauft im örtlichen Buchgeschäft

Wolle:

Allesamt über Lanade und alle von Drops

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Mittwoch, 4. Januar 2017

Ich näh mir meine Mini - Garderobe 2017

Das ich dieses Jahr mehr für mich nähen möchte, habe ich bereits erwähnt. Wie passend also das Miriam mich auf das Projekt "Ich nähe mir eine Mini-Garderobe 2017" aufmerksam gemacht hat und für alle, die wie ich des französisch nicht mächtig sind, ins Deutsche übersetzt hat. Vielen Dank Miriam für deine Mühe!

Besonders gefällt mir das ich nicht in einem bestimmten Monat ein bestimmtes Kleidungsstück nähen soll. Was man wann näht, ist jeden selbst überlassen. Allerdings sollte man sich schon vorher Gedanken machen und sich festlegen. Miriam hat in diesem Beitrag alles genau erklärt und die einzelnen Kleidungskategorien vorgestellt.

In den letzten Tagen habe ich mir genau überlegt was für mich und meine familiäre Situation realisierbar ist. 12 Kleidungsstücke sind für mich zeitlich nicht machbar, zudem sind vier Kategorien im Vorraus ausgeschieden, daher habe ich mich auf 7 festgelegt. (evtl. auch ein achtes wenn es gut läuft, aber das werde ich spontan entscheiden.)

- Oberteil (Webware sprich unelastisch)
Seit sehr langem schon möchte ich gerne die Tunika MAmina von  ki-ba-doo nähen. Ein passender Stoff wartet auch schon im Schrank. 

- Oberteil (Jersey sprich elastisch) 
Auch hier habe ich mich für einen lang schlummernden Schnitt entschieden. Lady-Carolyn von Mialuna. 

- Bluse 
Ich bin absolut kein Blusenträger und finde nichts furchtbarer an mir als eine klassische Bluse, deshalb werde ich keine nähen. Auch wenn es mich nähtechnisch extrem gereizt hätte, der Kragen, die Manschetten, Knopfleiste...

- Rock 
Ich liebe Röcke! Die Entscheidung welchen Schnitt ich verwende war hier ziemlich schwer und hat lange gedauert. Nun habe ich mich für den "Rock Charlie" aus der LaMaisonVictor ( 3/2016) entschieden.

- Shorts 
Mag ich auch nicht so gerne. Im Sommer trage ich am liebsten Röcke oder lange Leinenhosen. Trotzdem ist eine echte Shorts manchmal praktischer, deshalb setze ich hier mal ein Fragezeichen ein, ob ich tatsächlich eine nähe oder nicht.

- Hose 
Und hier war mir ganz schnell klar, das es eine leichte Leinenhose wird, den für den Sommer habe ich Bedarf daran. Nur war es gar nicht einfach das Schnittmuster zu finden welches ich im Kopf hatte. Hier fand ich dann ein Beispiel was mir sehr gut gefiel. Der einzige Haken daran ist, das das Schnittmuster von Burda ist und mit diesen stehe ich irgendwie auf  Kriegsfuß. Offensichtlich passen mein Körper und diese Schnitte nicht zusammen. Ich werde das Risiko hier trotzdem eingehen, da ich bisher keine Alternative zu diesem Schnitt gefunden habe.

- Einteiler 
Werde ich mir nicht nähen, das passt nicht zu mir.

- Kleid 
Wie schon beim Rock werde ich hier aus der LaMAisonVictor nähen, nämlich das "Kleid Hanna".

- Mantel 
Miriam schreibt: Ein richtiger Mantel oder eine Jacke für den Winter. 
Lange habe ich überlegt ob ich soll oder nicht. Schlussendlich habe ich mich dafür entschieden und habe jetzt schon ordentlich, wie sagt man bei uns in Franken, Muffensaußen. ;-)
Ich habe im deutschsprachigen Schnittmusteruniversum nicht gefunden was ich gesucht habe. Aber hier! Leider gibt es die Anleitung nur auf Englisch oder Japanisch. Hab mich dann mal für Englisch entschieden. 

- Jacke
Hier darf es eine Jacke für den Übergang sein. Ein lockerer Strickmantel zum Überwerfen würde meine vorhandene Garderobe gut ergänzen.

-Lingerie & Badeanzug 
Fallen für mich ebenfalls weg.


Das waren sie also! Ich starte auch noch in diesem Monat und nähe mir einen ROCK.


Oben links im Bild seht ihr den "Rock Charlie". Er hat eine Kellerfalte und Paspeltaschen, letztere nähe ich zum ersten Mal. Als Stoff habe ich einen braunen festen Leinen / Baumwollstoff aus dem Stoffbüro noch vorrätig. Ich hoffe er ist das richtige Material dafür, so sicher bin ich mir da nicht. Zusätzlich möchte ich den Rock gerne unterfüttern auch wenn das in der Anleitung nicht vorhanden ist.

Ich handhabe es übrigens wie Miriam und stelle Stoffe und Schnitte für das Kleidungsstück das ich als nächstes nähen werde, dann vor, wenn ich das Vorgängerprojekt zeige. 

Ich finde ganz toll das das Nähen für mich selbst nicht nur geplant ist, sondern auch strukturiert, sowie schriftlich hier festgehalten. 

Was plant ihr für euch 2017? Mögt ihr auch bei einem SewAlong oder ähnlichen Projekt mitnähen? Habt ihr schon konkrete Pläne?

Liebe Grüße
Maria

verlinkt bei bruellaeffchen

Dienstag, 3. Januar 2017

Die Walkjacke

Vor einigen Wochen habe ich euch den Overall für unsere Kleine gezeigt. Im Frühjahr wird sie bereits 2 Jahre alt und es gibt in diesem Alter wohl nichts praktischeres als ein Einteiler. 
Allerdings haben wir auch wöchentliche Fixtermine bei der sich so ein Overall als nicht praktisch herausstellte. Wenn wir die große Schwester zur Ergotherapie bringen zum Beispiel. Bis sie an die Reihe kommt, müssen wir oft ein paar Minuten warten und da wird es der Kleinen ziemlich warm. Zum Abschlußgespräch muss ich sie dann nochmal ausziehen, eine viertel Stunde ist da einfach zu lang um warm eingepackt zu sein. Das An- und Ausziehen ist bei einem Overall natürlich etwas schwieriger, weil ich auch jedes Mal die Schuhe mit Aus- und Anziehen muß. Deshalb habe ich beschlossen, daß sie unbedingt noch eine warme Winterjacke braucht.



Als Grundschnitt habe ich die Jacke von Klimperklein verwendet. Lange habe ich gegrübelt welche Größe ich nehmen soll. Für das Futter hatte ich nämlich einen dicken selbstgemachten Steppstoff hergestellt. Außen sollte die Jacke aus Walk werden, also insgesamt sehr dick. Ich bin daher der Anleitung des Ebooks gefolgt und habe eine komplette Größe größer, plus eine Weite weiter gewählt. Für mein Größe 92 tragendes Mädchen habe ich also Länge 98, Breite 104 zugeschnitten.


Wie schon erwähnt habe ich das Futter selbst abgesteppt. Das hat doch einige Zeit gedauert, war aber jede Minute wert! Im Zubehör meiner Nähmaschine befindet sich ein Kantenlinieal, welches das Absteppen in exakt dem gleichen Abstand enorm erleichtert. Ich habe eine Abstandsbreite von 4cm gewählt. Als Vlieseinlage habe ich Vlieseline H640 genommen, das ist soweit ich herausfinden konnte, das dickste Bügelvlies. Und ja, es ist wirklich dick, vor allem in der Kombination mit Walk. Frieren dürfte es unsere Maus sicher nicht;-)


Die wunderschönen Cloud9 Stoffe hatte ich vor einiger Zeit in der Eulenmeisterei gekauft, allerdings nur je einen halben Meter, ich habe daher beide Stoffe kombiniert denn einer hat einfach nicht für die komplette Futterjacke ausgereicht.



Die Tascheneingriffe, die Armklappen, die Kapuze und den Saum habe ich mit Bündchenware eingefasst. Das mag ich optisch sehr gerne und gibt, wie ich finde, einen sauberen Abschluß. Am Saum habe ich mich kurzfristig für braun statt rosa entschieden aus Fleckschutz -Gründen. Der große Vorteil wenn man den Saum so arbeitet ist, man spart sich die Wendeöffnung und dessen Zunähen am Ende.



Bei den Ärmeln habe ich etwas neues ausprobiert. Ich habe versteckte Bündchen und Armklappen kombiniert. 
Leider zeichnet sich das dicke Futter am Ärmel etwas ab. Für die versteckten Bündchen würde ich den Außenärmel im unteren Bereich das nächste Mal breiter zuschneiden. 




Als die Jacke fast fertig war, ergab eine schnelle Anprobe, das die Arme um ein sehr großes Stück zu lang sind, sowie das die Jacke sehr wahrscheinlich zu eng ist. Da war ich schon etwas frustriert. Ich habe den kompletten Ärmel wieder aufgetrennt und gekürzt. Ich wollte die Jacke auf alle Fälle fertig nähen, egal ob sie nun unserem Mädchen passen würde oder nicht.

Am nächsten Morgen zog ich die Jacke der Kleinen nochmals richtig an, und -tata- sie passte. Gerade so im Brustbereich, während an allen anderen Körperstellen noch gut Platz ist und der Ärmel auch nochmals 2 cm kürzer sein könnte.




Auch wenn von der Passform nicht perfekt, finde ich die Jacke einfach wunderschön. Ich mag die Stoffe und die rosa/braun Kombination total gerne. 


 Und ich bin nun absolut auf den Geschmack von Steppstoff gekommen. Für meinen Sohn habe ich gerade auch einen gemacht, daraus wird eine Weste für das Frühjahr. 

Liebe Grüße
Maria

Schnitt:
 Jacke von Klimperklein

Stoffe:
brauner Walk, Quelle weiß ich nicht mehr
Cloud9 Stoffe aus der Eulenmeisterei

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Mittwoch, 28. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016

Mein erstes komplettes Blogjahr ist vorbei. Und wenn ich hier so durchstöbere (oder Wäsche wasche) merke ich, das doch so einiges zusammengekommen ist.

Am allermeisten habe ich wohl für unsere Jüngste genäht. Kein Wunder, sie ist auch wirklich unermüdlich was ihr Wachstum angeht.
Besonders mochten wir das Kleidchen mit Elefant, unsere Izzys ( hier aus Webware sowie hier und hier aus Jersey) und auch den Cardigan Kathi.



Doch ihr meistgetragenes Kleidungsstück aus 2016 ist eindeutig die Tipi-Jacke, welche ich im Februar genäht habe. Seither war sie wirklich fast ständig am Kind und wächst irgendwie mit. Jetzt ist die Jacke viel zu dünn, aber vielleicht passt sie im Frühjahr noch ein kleines bisschen. Ich hoffe es sehr.


Unsere Herzmaus trug im Sommer viel diese beiden Kleidchen.



Ansonsten konnte ich aufgrund akuter Fotounlust vieles nicht zeigen. Für den Herbst habe ich z.B. aus Sweat ein Häschenset genäht, sowie das Kleid und die Leggins mit dem Wintermädchen. Außerdem hat uns Ramona zwei Kleider bestickt. Das mit dem Pferd ist Tochters Lieblingskleid, klar oder?! Vielleicht bekomme ich bei milderen Frühlingstemperaturen eine Möglichkeit richtige Bilder zu machen. 



Eigentlich wollte ich für unseren Sohn dieses Jahr Hosen nähen. Leider blieb diese hier die einzige die passte und immer noch passt.

Unser Junge hat allerdings einige Shirts bekommen. Besonders begeistert bin ich übrigens von der Qualität des Nosh-Stoffes aus dem ich das wikingershirt gemacht habe. Das ständige Waschen sieht man ihn nicht an. Enttäuscht dagegen bin ich teils von den Lillestoffen, das  Skatershirt ist leider schon total verwaschen. Und das ist nicht der einzige Lillestoff bei dem ich das Problem habe.


Besonders freue ich mich das all die Kleidungsstücke die ich für das Grundschulmädchen nähte, viel und oft und gerne getragen werden. Das Meerjungfrauenkleid und das Mustermixkleid waren ihre Lieblinge.



Einzig die älteste und mein Mann kam viel zu kurz. Die große möchte nicht mehr benäht werden und das ist ok. Für meinen Mann gab es nichts, weil....hmmm, weil , weiß ich auch nicht. Aber das wäre ein guter Vorsatz fürs nächste Jahr ihm was zu nähen.

2016 wollte ich eigentlich auch mehr für mich nähen. Ein paar Stücke sind es geworden und noch ein paar weniger haben es sogar in den Blog geschafft. Allesamt werden gerne getragen, das müßte doch genug Motivation sein im kommenden Jahr weiterhin auch beim nähen an mich zu denken!



Wenn ich auf die kreative Seite des Jahres 2016 zurückblicke, dann gibt es für mich vier besonders schöne Bereiche.

Das wäre einmal das Applizieren. Ich mag es einfach unglaublich gerne! Und mittlerweile habe ich immer mehr Übung bekommen, so das ich mich auch an komplizierte Applikationen wage. Das sind meine liebsten Applikationen aus 2016.



Das Probenähen für Steffi / herzekleid ist ein weiterer Höhepunkt gewesen. Und ja, ich freue mich bei jeder Anfrage von Steffi wie ein Schnitzel ;-) und würde auch 2017 auf keinen Fall Nein sagen! Auch wenn ich Probenähen niemals geplant hatte, so ist es doch etwas sehr liebgewonnenes geworden. Einen Schnitt vorab zu testen ist besonders spannend und fordert die Kreativität ganz anders. 



Und dann habe ich dieses Jahr das Stricken für mich entdeckt. Auch das ist nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken. Zwar brauche ich noch Übung, was manche Techniken oder auch die Auswahl des Garns angeht, aber mit jedem fertigen Stück lerne ich dazu. Und das freut mich.



Ebenfalls in diesem Jahr habe ich mich ein kleines bisschen mit unserer Fotokamera auseinandergesetzt. Leider fehlt die Zeit um das noch mehr zu vertiefen, aber im großen und ganzen konnte ich ein paar schöne Erinnerungen festhalten.





 Wie war euer Jahr 2016? Macht ihr auch einen Jahresrückblick? Ich bin gespannt ...

Wir lesen uns dann 2017 wieder ( 2017, 2017 ... da muß ich mich erst dran gewöhnen).
ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr. Liebe Grüße 
Maria

Freitag, 16. Dezember 2016

Winterwald Jäckchen

Vor fast einem Jahr vernähte ich den wunderschönen Winterwald Sweat von Lillestoff zu einem Kleid für unsere Tochter. Ein Stückchen des Stoffes war übrig geblieben und ich wollte ihn mir für etwas besonderes aufheben.
Als ich dann vor kurzem meinen Stoffschrank umsortierte, war ich ziemlich überrascht, daß das Stück kleiner war, als in meiner Erinnerung. Wenn ich ihn nicht jetzt vernähen würde, dann würde ich daraus nichts mehr für mein Kind machen können, das war mir klar. Immerhin wächst unsere jüngste wie Unkraut ;-)

Denoch wollte ich etwas besonderes daraus nähen. Deshalb überlegte ich mir welchen Schnitt ich gerne mag. Meine Wahl fiel auf den Cardigan Kathi. ( und das ich eigentlich ein Kleid dazu nähen wollte, aber keinen passenden Stoff hier habe, dafür aber jede Menge dauerkranke Kinder, die es mir unmöglich machen ins Stoffgeschäft zu fahren, verrate ich nicht. Eigentlich plante ich ursprünglich den Cardigan nämlich als Set, aber jetzt tragen wir ihn zu vorhandenen Hosen.)


Um das schöne Muster nicht zu zerschneiden, habe ich die Knopfleiste angeschnitten. Am Saum wollte ich ein Bündchen einsetzen, habe aber erst mal grübeln müssen wie man die Ecke näht. Hier habe ich dann die Anleitung für eine Naht-Ecke gefunden. Hat auch super so funktioniert.



Den Halsausschnitt habe ich mit Bündchen genäht und versäubert. Eine Anleitung ist im Ebook enthalten.

Leider zeigt sich das rote Nähgarn der linken Seite auf dem Stoff. Warum auch immer...



Wie auch schon die anderen beiden Kathis (hier und hier) mag ich auch diese Version sehr, sehr gerne. Und das Jäckchen ist auf jeden Fall etwas besonderes für mich, da ich hier etwas ganz neues ausprobiert habe. Und wer weiß, vielleicht gesellt sich doch noch ein Kleid dazu ;-)


Ich hoffe wir lesen uns in diesem Jahr noch einmal, zumindest ist das mein Plan. Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe!
Maria

Schnitt:
Cardigan Kathi von fabelwald

Stoff:
Sweat Winterwald und Bündchen
Lillestoff (leider ausverkauft)

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Dienstag, 29. November 2016

Liesl Meckerli

Als wir in den Herbstferien im Allgäu Urlaub auf einem Bauernhof machten, freundete sich unsere Tochter mit einer kleinen weißen Ziege an. Mit Freude holten unsere Kinder am Morgen die Ziegen aus dem Stall. Täglich wurde fleißig Löwenzahn gepflückt, bei jedem Spaziergang! 
Leider endete der Urlaub viel zu schnell und auch den Ziegen musste Lebewohl gesagt werden. Besonders bei unserer 4jährigen war das vermissen auch zu Hause ganz groß. 
Ich überlegte schon womit ich sie ein bisschen trösten könnte.
Die Anfrage von Steffi / herzekleid ob ich Lust hätte eine Ziege zu applizieren, konnte nicht perfekter sein! 

Mit Kleidungsstücken ist meine Tochter gerade gut versorgt. Was sie aber für ihren baldigen Kindergartenstart noch gebrauchen kann, ist eine Tasche. 


Der Außenstoff ist einfarbiger Cord, so ist die Tasche schön griffig. Außerdem kommt die Ziege (welche unbedingt weiß sein sollte) besonders zur Geltung. 


Ich wollte unbedingt Knöpfe an die Tasche machen, eigentlich wird hier mit Klettverschluß gearbeitet. Aber unsere Tochter, die aufgrund ihrer Erkrankung motorisch noch aufholen muß, soll fleißig üben Knöpfe zu öffnen und zu schließen. 


Leider passten der Ziegenkörper und die Knöpfe zusammen nicht auf den Taschendeckel, das wäre irgendwie zu voll geworden. Daher hat unsere Liesl Meckerli nur einen Kopf. Aber Steffi hatte ihrer Tochter einen wunderschönen Pullover genäht, dort seht ihr wie die Ziege mit Körper appliziert werden kann.

Bisschen aufgehübscht wurde die Tasche dann doch noch - mit Paspel im Tragegurt und Spitzenschrägband am Deckel.



 
Für das Innenfutter habe ich das erste mal Steppstoff gemacht. Die Wirkung gefällt mir sehr. Nur habe ich trotz mehrmaligen Bügeln und Dämpfen die Falten im Stoff nicht komplett raus gebracht. Das hatte ich noch nie, so hartnäckige Falten.



Habt ihr auch Lust bekommen auf Liesl Meckerli? Oder auf Pferdinand, oder vielleicht auf  Franziska Faultier? 
Steffi hat drei ganz wunderbare Applikationsvorlagen, samt ausführlicher Anleitung für euch - und zwar als Freebook!!!
Hier findet ihr alle Infos, sowie weitere Beispiele wie ihr die drei in Szene setzen könnt.


Unsere Tochter hat ihre Ziegentasche bereits ins Herz geschlossen. Mein Plan ihr die Tasche erst am 1. Kindergartentag zu geben ist grandios gescheitert...

Liebe Grüße
Maria


Schnitt:

Stoffe:
babycord-rauchblau von Lillestoff

Applikationsvorlage:
Liesl Meckerli von herzekleid

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